Grenzen setzen
Grenzen zu setzen ist etwas, das vielen Menschen - besonders Empathen - sehr schwer fällt.
Grenzen zu setzen ist ein Ausdruck Deiner Eigenliebe.
Grenzen setzen ist nicht gleichbedeutend
mit "Mauern bauen".
Wenige Menschen haben es wirklich gelernt Grenzen zu setzen. Grenzen zu setzen heißt dem anderen Menschen zu sagen "bis hierhin und nicht weiter". In dem Du diese Grenzen festlegst entscheidest Du mit wem Du wann, wo, wie lange und in welcher Form Kontakt hast.
Du entscheidest bildlich gesprochen "wen Du bis zur Grundstücksgrenze lässt, wer bis zur Haustür darf und wer sogar Dein Haus betreten darf".
Du entscheidest auch darüber, ob und wann Du diese Grenzen möglicherweise für den einen oder anderen Menschen verändern möchtest.
Dies ist ein Recht das Dir zusteht und das Du nutzen solltest um Dir und damit Deinem SELBST, Deinen Wünschen und Deinen Vorstellungen Ausdruck zu verleihen.
Kein Mensch ~ sei es Vater, Mutter, Kind, Verwandte, Freunde oder wer auch immer ~ hat das Recht Dir zu sagen, wo Du diese Grenze setzen sollst, wie weit Du ihn oder sie zulassen musst. Und vor allen Dingen hat kein Mensch das Recht diese Grenze zu überschreiten.
Dies entscheidest Du alleine indem Du auf Dein Gefühl hörst und Dich ausdrückst.
Oft wird mit manipulativen Mitteln versucht Dir die Grenze aufs Auge zu drücken, die der andere gerne hätte.
Dies geschieht meist indem der andere Mensch Dir klar macht,
♦ dass es ihm nur dann gut geht oder auch,
♦ dass er Deine Hilfe in dieser Form braucht um wieder auf die Füße zu kommen,
♦ dass Du das doch jeden Fall machen musst, weil er oder sie Dir doch schon so oft geholfen haben/immer für Dich da waren.
Und das eine oder andere Mal ist es doch "nur" der "kleine" Geldbetrag, den der andere Mensch braucht um wieder dahin zu kommen, wo er hin möchte.
Meist ist dieses Vorgehen gleichbedeutend damit, dass der andere Mensch am liebsten ~ manchesmal aber auch tatsächlich ~ sich bei Dir im Haus einnisten würde und Dir sagen möchte, was Du zu tun oder zu lassen hast, damit es ihm ~ und nicht Dir ~ gut geht.
Es ist an Dir ~ und das völlig zu Recht ~ diesem Menschen klar zu machen, dass er oder sie damit eine Grenze überschreitet und entweder die von Dir gesetzte Grenze respektieren soll oder aber notfalls aus Deinem Leben gehen soll.
Und dies gilt ausnahmslos für jeden Menschen, ungeachtet seiner Herkunft oder seines Verwandtschaftsgrades.
Je klarer du in diesen Entscheidungen bist und diese auch umsetzt, umso mehr wirst Du erkennen können wer Du wirklich bist, umso mehr wird die Eigenliebe in Dein Leben Einzug halten.
Und Du wirst damit auch immer mehr Deinen Selbstwert sehen und leben können.
Es ist übrigens in der Lernphase durchaus möglich, dass Du ~ wenn Du zögerlich bist ~ diese Grenzen mehrfach verändern wirst ~ oder dass Du ~ wenn Du etwas forscher an die Sache gehst ~ vielleicht auch einmal überreagierst. Auch das ist völlig in Ordnung und Du brauchst Dir hier auch keine Schuldgefühle einzureden, weil Du es nicht sofort perfekt hinbekommst.
Denk daran ~ Du darfst Dir auch hier die Zeit nehmen, die Du zum Lernen und Umsetzen benötigst.
Noch ein Wort zu Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen.
Auch diese Menschen haben das gleiche Recht Grenzen zu setzen. Sie sind nicht automatisch verpflichtet vieles oder alles von sich preiszugeben.
Jeder, der damit argumentiert, dass er/sie doch einfach nur Interesse an diesem Menschen und seinem Schicksal habe ~ meist ist das Neugier oder auch schon Voyeurismus/Stalking ~ sollte sich einmal überlegen was ihm/ihr das Recht dazu gibt und ob sie es im umgekehrten Falle gut finden würden.
Vielleicht könnte er/sie diese Energie dazu benutzen, dass er/sie sich selbst mehr mit sich und seinem/ihrem Leben beschäftigt um dadurch die eigene Entwicklung vorantreiben zu können.
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